Wird es draußen wieder warm und die schöne Jahreszeit beginnt, ist das Grillen im Freien angesagt. Es gehört inzwischen zu der beliebtesten Form, um mit Freunden und Bekannten oder der Familie einen fröhlichen, ungezwungenen Abend bei köstlichen Schlemmereien und kühlen Getränken zu verbringen. Das man dabei sehr viel mehr machen kann, als nur eine Bratwurst auf den Grill zu legen, wollen wir Ihnen mit unserem Grill-Spezial zeigen. Dazu gibt es im ersten Teil Tipps und Tricks, damit Ihr Grillabend ein voller Erfolg wird. Schon unsere Ururvorfahren erkannten irgendwann, das durch Grillen die Nahrungsmittel einen besseren Geschmack bekommen. Damals wurde natürlich fast ausschließlich Fleisch übers Feuer gehalten, heute machen wir es mit Gemüse, Fisch, Geflügel und allem, was uns zur Verfügung steht. Besonders im Kommen sind die vegetarischen Varianten. Auch diesen werden wir uns in einem der folgenden Teilen zuwenden.

Was wird nun zum Grillen gebraucht?
Wir sind heutzutage nicht mehr auf das offene Lagerfeuer angewiesen, obwohl auch das, besonders bei den Kindern, seinen Reiz nicht verloren hat! Grillgeräte gibt es unzählige und in jeglicher Preislage. Pfannengrill, Grill mit und ohne Bratspieß, Kastengrill, Grillwagen u.s.w. Wer sich eine Saison lang ständig über seinen wackeligen Grill geärgert hat, entscheidet sich vielleicht für einen gemauerten Grillkamin oder Gartengrill. Hierfür gibt es auch fertige Bausätze zu kaufen, wenn man sich das selbst zutraut. Beachten sollte man, dass er so gebaut wird, dass der Grilldunst weder ins Haus noch zum Gartennachbarn ziehen kann. Das heißt also:
Windrichtung beachten! Es sollte die Richtung, aus der der Wind an Sommertagen meist weht, beachtet werden, damit die Nachbarn vom Rauch verschont bleiben. Auch muss der Qualm ungehindert nach oben abziehen können. Um Ärger vorzubeugen, informiert man am besten vor dem Bau des Kamins die Nachbarn. Sind sie nicht einverstanden, und kommt es zum Streit, kann das Ordnungsamt die Benutzung des Gartenkamins unter Umständen verbieten.

Verwenden Sie zum Grillen keine Billigkohle. Sie ist meistens verunreinigt und so mehlig, dass sie fürchterlich Stauben kann, was nun wirklich nicht sehr gesund ist und wer möchte schon gern ein mit Kohlenstaub bepudertes Steak essen. Holzkohle aus Buchenholz ist empfehlenswert. Sie ist grobkörnig, glüht gut durch und hinterlässt kaum Restasche.
Holzkohlenbriketts brauchen mehr Zeit zum durchglühen, dafür halten sie eine gleichmäßige Hitze über einen längeren Zeitraum. Beim Kauf sollte man immer auf das DIN-Prüf- und Überwachungszeichen achten. Holz, Kiefernzapfen und Altpapier verwenden Sie bitte auf keinen Fall als Brennmaterialien beim Grillen. Sie enthalten Harze, rußen und können gesundheitsschädliche Stoffe, wie z. B. PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe)freisetzen. Auch haben Spiritus, Terpentin, Benzin und ähnliches beim Grillen nichts verloren. Das sind keine Grillanzünder sondern Molotowcocktails, die zu schweren Verbrennungen führen können. Es gibt auf dem Markt Grillanzünder, die weitaus ungefährlicher sind und besser geeignet, die Kohle anzuzünden. Auch der Fön als Anzündhilfe ist denkbar ungeeignet. Oftmals sind Löcher in der Kleidung wegen des entstehenden Funkenfluges noch das kleinste Übel.